Dr. jur. Michael Balke
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"Steuerrebell"? "Schwarmgeist"? Oder: "couragierter Richter aus Hannover,
der den Respekt, die Bewunderung und den Dank der Bürger verdient"?
(näher dazu Professor Dr. Klaus Tipke im steuertip Ende 2009, bitte nach unten scrollen)
Geboren am 31.10.1954 in Remscheid, aufgewachsen in Solingen, wohnhaft in Dortmund, verheiratet in zweiter Ehe
mit Dr. med. Sabine Hartmann, drei erwachsene Kinder. Seit 2002 organtransplantiert. Bruder Dirk Balke sowie Professor
Dr. Christoph E. Broelsch mit seinem (ehemaligen) Team vom Universitätsklinikum Essen retteten Michael Balke durch eine
Teilleber-Transplantation das Leben.
Michael Balke war an einer Leberzirrhose nach einer genetischen Disposition (PSC) erkrankt und wartete vergeblich auf
eine Leber eines Hirntoten. Das im europäischen Vergleich rückständige deutsche Transplantationsgesetz fördert den
Organmangel, mithin den Patiententod auf der Transplantations-Warteliste (dazu näher Balke/Hartmann/Balke, "Schmerzfrei Enten
gucken" - Familienunternehmen Lebertransplantation mit einem Plädoyer für ein besseres Transplantationsrecht, 2006 im
Dortmunder Verlag Wulff, weitere BuchInfos unter www.dirkbalke.com).
Berufsweg: Finanzbeamter (Diplom-Finanzwirt) in Wuppertal/Nordkirchen. Student der Rechtswissenschaften und
Assistenzen an der Universität zu Köln bei den Professoren Dres. Jens-Peter Meincke, Klaus Tipke und Joachim Lang. Dissertation
über die Grundbesitz-Einheitsbewertung aus der Sicht des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts (1984 im Berliner Verlag Duncker
& Humblot). Steuerjurist in der von Dr. Klaus Esser geleiteten Steuerabteilung der (einstigen) Mannesmann AG in Düsseldorf.
Seit 1990 Richter des Niedersächsischen Finanzgerichts in Hannover. Beteiligt (vorwiegend als Berichterstatter) an vielen
steuerverfassungsrechtlichen Grundsatzentscheidungen, etwa zum einkommensteuerlichen Grundfreibetrag (FR 1991, 140;
EFG 1991, 260), zur uneinheitlichen Bewertung und Belastung durch das Erbschaft und Schenkungsteuerrecht (BB Beilage 11/1995;
EFG 1995, 920); zur Grunderwerbsbesteuerung des Eigenheims sowie künftiger Baukosten (EFG 1997, 1526; EFG 1999, 37; EFG 1999, 443; EFG 2008, 975)
zum Grenzbetrag des Kindergelds/Kinderfreibetrags (EFG 1999, 1137; FR 2003, 856; EFG 2003, 1250); zu den Rentenversicherungsbeiträgen
als vorab veranlasste Werbungskosten (EFG 2003, 1250, 1257; ZSteu 2005, R-486, EFG 2005, 1184); zum vorläufigen Rechtsschutz bei der
Berufspendlerpauschale (EFG 2007, 773); zum Teil-Einspruchsbescheid im Zusammenhang mit den einkommensteuerlichen Vorläufigkeitsvermerken (ZSteu 2008,
R-692, EFG 2008, 1082); zum vorläufigen Rechtsschutz beim Abzug von Arbeitszimmerkosten (ZSteu 2009, R-523; EFG 2009, 1548); zum Solidaritätszuschlag
ZSteu 2010, R-421; EFG 2010, 1071; dazu auch: www.youtube.de). Vgl. auch Richter Balke
als Kläger und Verfassungsgeschwerdeführer wegen der exorbitant hohen steuerfreien Kostenpauschale der Bundestagsabgeordneten (in 2010: rund 48.000 Euro; zum
Thema: ZSteu 2004, 38; 2006, R-257; 2006, 206; 2006, 435; 2006, R-860; 2008, 362; 2010, R-821; dazu auch youtube "Balke gegen Goliath
"Teil 1 und Teil 2).
Mitautor des "Tipke/Lang" (von der 9. bis zur 15. Auflage 1996), des "Studienführers Steuerrecht" (bis zur 3. Auflage 1998), des
"Arzt-Wirtschaftshandbuchs" (Loseblatt bis 1998, hrsg. von Prof. Dr. Vlado Bicanski), des "Jahrbuchs der Steueränderungen" (bis 1998,
hrsg. von Prof. Dr. Claudia Ossola-Haring). Mitherausgeber der Zeitschrift "Steuerliches Journal" (von Prof. Dr. Günther Felix) für 1993 und 1994. Weit mehr als
100 Fachbeiträge in Zeitschriften, Zeitungen, Funk und Fernsehen. Neuerdings (nach Organtransplantation) wieder Vorträge vor Studenten, Steuerberatern und
Steuerjuristen, u.a. im März 2006 beim Finanzrichtertag im Bundesfinanzhof in München mit dem Titel "Finanzrichter als Garanten für Steuergerechtigkeit?", ZSteu 2006,
432, sowie - ebenfalls dort - im März 2008 mit dem Titel "Teil-Einspruchsentscheidung im Zusammenhang mit Vorläufigkeitsvermerken (etwa zu Altersvorsorgeaufwendungen)
und effektiver Rechtsschutz". Vgl. auch die "Laudatio zur Verleihung des Deutschen Mittelstandpreises 2005 an Prof. Dr. Paul Kirchhof" in Düsseldorf/Neuss in ZSteu
2006, 352; Vortrag auf dem Steuerberatertag 2006 in Berlin (Stbg. 2007, 1); Festvortrag auf der Landesverbandstagung 2007 in Cuxhaven (Verbandintern Mai 2007)
sowie internet-Vortrag ab 15.8.2010 auf der homepage der DWS STEUERBERATER-ONLINE-GMBH und auf
www.youtube.de
All dies mit Leidenschaft für Steuergerechtigkeit, für effektiven Rechtsschutz des Steuerbürgers, gegen staatliche Willkür
(vgl. auch Stbg. 1/1998 und 2/2000 jeweils Editorial).
Andere über Richter Michael Balke: Das SteuerberaterMagazin (2008) schreibt: "Steuergerechtigkeit ist seine Mission. Er gilt mal als 'Popstar', mal als
'Rebell' des deutschen Steuerrechts: Der Finanzrichter Dr. Michael Balke findet, dass die Bürger und Unternehmen in wichtigen Steuerrechtsfragen die Gerichte viel
öfter anrufen sollten, um den Rechtsstaat zu fordern - und zu fördern". In einer TV-Sendung (2004) wurde Michael Balke als "moderner Robin Hood für Steuergerechtigkeit"
bezeichnet. "Rebellische Rechtsansichten" werden Dr. Balke wiederholt im Wirtschaftteil der F.A.Z. unterstellt. Ein herausragender Vordenker des Steuerrechts,
Prof. Dr. Klaus Tipke, schreibt Ende 2009 im markt intern Verlag: